Krzysztof Konysz - Anwaltskanzlei

Krzysztof Konysz - Anwaltskanzlei Die Kanzlei dient mit Hilfe bei Erledigung der Angelegenheiten aus dem Bereich des Zivilrechtes, Strafrechtes und Verwaltungsrechtes.

Verletzung der Persönlichkeitsrechte durch VerleumdungDie Verletzung des Rufes einer Person liegt vor, wenn diese eines ...
12/05/2026

Verletzung der Persönlichkeitsrechte durch Verleumdung

Die Verletzung des Rufes einer Person liegt vor, wenn diese eines Verhaltens oder von Eigenschaften beschuldigt wird, die sie demütigen oder ihr das für die Ausübung einer bestimmten Funktion, eines Berufs oder einer Tätigkeit notwendige Vertrauen entziehen können. Der Schaden, der aus einer solchen Verletzung resultiert, ist ein Gefühl des Unbehagens, das durch den Verlust des Respekts anderer hervorgerufen wird. Die Verletzung des Rufes einer Person liegt unabhängig davon vor, ob die Personen, die von der Anschuldigung erfahren haben, diese für glaubwürdig, unzuverlässig oder offenkundig unwahr halten (Urteil des Oberlandesgerichts Stettin vom 31. Juli 2025, Aktenzeichen: I ACa 1042/23).

Zurechnung des Straftatbestands der HehlereiDie Zurechnung des Straftatbestands der Hehlerei (Artikel 291 § 1 des Strafg...
10/04/2026

Zurechnung des Straftatbestands der Hehlerei

Die Zurechnung des Straftatbestands der Hehlerei (Artikel 291 § 1 des Strafgesetzbuches) erfordert in jedem Fall den Nachweis, dass der Gegenstand aus einer verbotenen Handlung stammt. Dies bedeutet nicht, dass er aus unklaren, illegalen Quellen stammen darf, sondern es müssen die Tatbestandsmerkmale einer im Strafrecht festgelegten Handlung nachgewiesen werden, durch die der erlangte Gegenstand anschließend erworben, bei seinem Verkauf unterstützt oder bei seiner Verheimlichung zu solchen Zwecken unterstützt wurde (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 22. Mai 2024, Aktenzeichen: IV KK 504/23).

Definition des Begriffs „Investor“Im Sinne des Baurechts ist ein Investor eine natürliche oder juristische Person oder s...
10/03/2026

Definition des Begriffs „Investor“

Im Sinne des Baurechts ist ein Investor eine natürliche oder juristische Person oder sonstige Organisationseinheit, die die zur Durchführung der beabsichtigten Investition erforderlichen Bautätigkeiten initiiert, die hierfür erforderlichen Mittel bereitstellt, die nach dem Baurecht vorgeschriebenen Studien und Vorbereitungsarbeiten durchführt oder deren Durchführung sicherstellt, die Investition durchführt oder deren Durchführung organisiert und in der Endphase die für die Inbetriebnahme der fertiggestellten Anlage(n) erforderlichen Tätigkeiten ausführt oder diese an den Nutzer übergibt. Der Investor ist somit Organisator des Bauprozesses und wird dadurch zum Beteiligten (Urteil des Verwaltungsgerichts Warschau vom 21. November 2017, Aktenzeichen: VII SA/Wa 2949/16).

Verweigerung der Aussage als Unterstützung des TätersVerweigert ein Zeuge die Aussage in unzulässiger Weise, um das Stra...
10/02/2026

Verweigerung der Aussage als Unterstützung des Täters

Verweigert ein Zeuge die Aussage in unzulässiger Weise, um das Strafverfahren zu behindern oder dem Täter die Straffreiheit zu ermöglichen, so stellt sein Verhalten, ungeachtet der Möglichkeit der Anwendung der in Artikel 287 der Strafprozessordnung beschriebenen Maßnahmen, Unterstützung des Täters im Sinne von Artikel 239 § 1 der Strafprozessordnung dar (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 17. Mai 2022, Aktenzeichen: IV KK 77/22).

Erfüllung der Tatbestandsmerkmale des StalkingsDie Forderung des Opfers, dass der Täter die Belästigung einstellt, gehör...
14/01/2026

Erfüllung der Tatbestandsmerkmale des Stalkings

Die Forderung des Opfers, dass der Täter die Belästigung einstellt, gehört nicht zu den Voraussetzungen für die Verhängung einer Strafbarkeit nach Artikel 190a § 1 des Strafgesetzbuches. Ihr Auftreten kann jedoch den Grad der Intensität der fortgesetzten Handlung verdeutlichen (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 11. April 2024, Aktenzeichen: I KA 24/23).

Unrichtige Benachrichtigung der Partei über den Zweck der Versammlung und Ungültigkeit des VerfahrensDie Benachrichtigun...
09/12/2025

Unrichtige Benachrichtigung der Partei über den Zweck der Versammlung und Ungültigkeit des Verfahrens

Die Benachrichtigung einer Partei (oder ihres Anwalts) über den Verhandlungstermin in einer Weise, die nicht mit Artikel 150 Absatz 4 der Zivilprozessordnung (Angabe des Verhandlungszwecks) vereinbar ist, führt nicht zur Unwirksamkeit des Verfahrens, indem der Partei die Möglichkeit entzogen wird, ihre Rechte zu verteidigen, insbesondere wenn das Gericht die im Schriftsatz des Anwalts enthaltenen Beweisanträge, die vor dem anberaumten Verhandlungstermin eingereicht wurden, bereits behandelt hat (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 16. April 2014, Aktenzeichen: V CSK 285/13).

Feststellung der TötungsabsichtDie Tötungsabsicht kann nicht vermutet werden; sie muss anhand der im Verfahren gesammelt...
22/11/2025

Feststellung der Tötungsabsicht

Die Tötungsabsicht kann nicht vermutet werden; sie muss anhand der im Verfahren gesammelten Beweise eindeutig festgestellt werden (Urteil des Berufungsgerichts Stettin vom 17. Oktober 2024, Aktenzeichen: II AKa 167/24).

Verwendung einer ohne Wissen des Gesprächspartners erstellten AufzeichnungAufzeichnungen, die ohne Zustimmung und Wissen...
07/10/2025

Verwendung einer ohne Wissen des Gesprächspartners erstellten Aufzeichnung

Aufzeichnungen, die ohne Zustimmung und Wissen des Gesprächspartners erstellt wurden, können nach Überprüfung ihrer Echtheit als Beweismittel in Zivilverfahren zugelassen werden. Die inhaltliche Bewertung solcher Aufzeichnungen muss jedoch sehr ausgewogen sein und die Möglichkeit einer Manipulation des Gesprächs durch den Gesprächspartner berücksichtigen, der das Gespräch wissentlich aufzeichnet (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 26. Juni 2025, Aktenzeichen: I CSK 2855/24).

Gutgläubiger BesitzGutgläubiger Besitzer ist, wer während des Besitzes einer Sache irrtümlich, aber durch die Umstände g...
09/09/2025

Gutgläubiger Besitz

Gutgläubiger Besitzer ist, wer während des Besitzes einer Sache irrtümlich, aber durch die Umstände gerechtfertigt, glaubt, ein bestimmtes Recht (z. B. Eigentum, Pacht) zu haben. Bösgläubig ist jedoch, wer weiß, dass ihm ein bestimmtes Recht nicht zusteht oder dies fahrlässig nicht erfahren hat (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 10. Februar 2021, Az.: V CSKP 23/21).

Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Beweismitteln im StrafverfahrenDie Überzeugung des Gerichts von der Glaubwürdigkeit ...
08/07/2025

Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Beweismitteln im Strafverfahren

Die Überzeugung des Gerichts von der Glaubwürdigkeit bestimmter und der Unzuverlässigkeit anderer Beweismittel ist durch § 7 StPO geschützt, sofern ihr die Offenlegung aller relevanten Umstände des Falles in der Hauptverhandlung in einer der Wahrheitsfindungspflicht entsprechenden Weise vorausgeht und sie Ausdruck einer Abwägung aller wichtigen Umstände ist, die für und gegen den Angeklagten sprechen, und zwar nach den Regeln der Schlussfolgerung, der Lebenserfahrung und den Hinweisen auf Kenntnisse (Urteil des Berufungsgerichts Breslau vom 19. Februar 2025, Aktenzeichen: II AKa 412/24).

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