12/11/2025
„Arbeitszeugnisse sind Scam!“ – dieser Satz tauchte kürzlich in meinem LinkedIn-Feed auf.
Ich gebe zu: Er hat mich stark getriggert.
Denn ja, es stimmt: Viele Arbeitszeugnisse wirken heute wie eine leere Formalität.
KI-Tools spucken wirre Floskeln aus, Personalabteilungen sind überlastet, Vorgesetzte klicken sich durch Generatoren – und am Ende entsteht ein Text, der zwar wohlwollend freundlich klingt, aber inhaltlich nichts über die Leistung oder Persönlichkeit eines Menschen verrät.
Aber: Das ist kein Scam.
Das ist schlicht eine Entwicklung, die dem eigentlichen Zweck eines Zeugnisses nicht gerecht wird.
Ein Arbeitszeugnis ist im Kern ein rechtlich relevantes Dokument, das zeigen soll, was jemand kann, wie er arbeitet, wie er wirkt.
Wenn es nur noch eine Ansammlung beliebiger Textbausteine ist, dann verliert es seine Aussagekraft – und damit auch seinen Wert.
Als Juristin und Zeugnis-Expertin sehe ich diese Tendenz täglich in meiner Beratungspraxis.
Doch ich sehe auch (wenngleich seltener) Arbeitgeber, die sich Mühe geben, faire, aussagekräftige und wohlformulierte Zeugnisse zu erstellen – weil sie wissen: Wertschätzung zeigt sich in Sprache.
In meinem aktuellen Beitrag erkläre ich,
- warum Arbeitszeugnisse mehr sind als Formalität,
- wie die inflationäre Nutzung von Generatoren das Vertrauen in das Arbeitszeugnis gefährdet,
- und warum sich ein professioneller, individueller Ansatz für beide Seiten lohnt.
Wie sehen Sie das?
Ist das Arbeitszeugnis für Sie ein überholtes Pflichtdokument – oder ein ehrliches Stück Unternehmenskultur?
Schreiben Sie gern Ihre Meinung oder Erfahrungen in die Kommentare.
Arbeitszeugnisse sind Scam, habe ich bei LinkedIn gelesen. Puh! Ein Plädoyer für mehr Differenzierung, Fairness – und echte Wertschätzung.