08/09/2026
Neuer Fachbeitrag in der ISR (Heft 2026, 338–349)
Unser Kollegen Dr. Benjamin S. Cortez und Andreas Lang haben gemeinsam einen Beitrag zu Goldenen Visa und steuerlichen Anreizsystemen europäischer Staaten – mit Fokus auf Gestaltungspotentiale und deutsche Gegenwirkungen – in der steuerlichen Fachzeitschrift ISR aus dem Verlag Dr. Otto Schmidt veröffentlicht.
Die europäische Investitionsmigration steht vor einem grundlegenden Umbruch: Staatsbürgerschaftsprogramme geraten unionsrechtlich unter Druck, passive Immobilienrouten wurden in mehreren Mitgliedstaaten zurückgebaut, und die verbliebenen steuerlichen Zuzugsregime werden zunehmend an Substanz-, Transparenz- und Missbrauchserwägungen gemessen.
Für uns steht dabei fest: Das Goldene Visum ist kein eigenständiges Gestaltungsinstrument, sondern allenfalls ein aufenthaltsrechtlicher Baustein. Entscheidend bleibt die tatsächliche und belastbare Verlagerung der steuerlichen Ansässigkeit.
Im Beitrag analysieren die Autoren die praktisch relevanten Regime – die italienische und griechische Pauschalbesteuerung, die maltesischen und zyprischen Non-Dom-/Remittance-Systeme sowie die reformierten Modelle in Portugal (IFICI/„NHR 2.0”) und Spanien (Beckham-Regime) – jeweils im Zusammenspiel mit den deutschen Gegenwirkungen: fortbestehender Wohnsitz im Inland, DBA-Tie-Breaker-Regelungen, die Wegzugsbesteuerung sowie die erweiterte beschränkte Steuerpflicht, deren Anwendung auf Vorzugsbesteuerungen der BFH jüngst bestätigt hat (Urt. v. 14.1.2025 – IX R 37/21).
Aus unserer Beratungspraxis heraus, in der wir uns aktuell verstärkt mit Wegzugsfällen befassen, haben wir daraus eine Prüfungsreihenfolge entwickelt, die die belastbare Beendigung deutscher Anknüpfungspunkte konsequent in den Mittelpunkt jeder Wegzugs- und Zuzugsplanung stellt.
Zum Beitrag: ISR 2026, 338–349