24/01/2026
In mehr Ländern, als man denkt, wird die Anwaltschaft bedroht und verfolgt. In einigen Staaten laufen Anwälte Gefahr, genauso wie der Täter, der von ihnen verteidigt wird, als Straftäter verurteilt zu werden. Selbst in Staaten wie die USA werden Rechtsanwälte mit beruflichen Nachteilen von staatlicher Seite bedroht, wenn sie die „falschen“ Mandanten vertreten.
Aber ohne Anwälte, die unverzichtbare Organe des Rechtsstaates sind, ist ein Rechtsstaat nichts wert. 
Heute ist internationaler Gedenktag der bedrohten Anwältinnen und Anwälte.
Warum? Weil die Anwaltschaft unentbehrlich ist, um den Rechtsstaat aufrecht zu erhalten – hier und überall auf der Welt. Und wer sollte das besser wissen als wir in den Gerichten? Daher: auch unsere Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen, die Hass, Bedrohung und Verfolgung erleben müssen, einfach weil sie ihrem Beruf nachgehen.
In jedem Jahr liegt der Fokus des Gedenktages übrigens auf einem anderen Land. 2026 sind das die USA. Nähere Informationen etwa der Bundesrechtsanwaltskammer findet ihr in den Kommentaren.
Und wer sich vor Ort informieren will, kann zahlreiche Veranstaltungen besuchen. In Berlin findet zum Beispiel ein Diskussionsabend statt, bei dem auch die Rechtsanwältin Rachel Cohen spricht, die für ihren Einsatz für Rechtsstaat und Demokratie mit dem Konrad-Redeker Preis ausgezeichnet wurde.
Und am 24.1.2026 lädt die Rechtsanwaltskammer Nürnberg, Amnesty International und das Memorium Nürnberger Prozesse zu einer Veranstaltung in den Nürnberger Justizpalast ein.