22/06/2024
Ein Moot Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung im Rahmen der juristischen Ausbildung. Toll, dass es so etwas gibt! Jura zum Anfassen und Ausprobieren. In die Anwaltsrolle schlüpfen, argumentieren, plädieren, überhaupt: vor anderen, vor Profis gar, auftreten: wunderbar.
Ich bekomme regelmäßig Anfragen, ob unsere Kanzlei und ich das eine oder andere Team unterstützen wollten. Besonders für den Soldan Moot Court, das ist eine Institution mit einem Schwerpunkt im anwaltlichen Berufsrecht. Normale Fälle, aber immer irgendwie mit anwaltsrechtlichen Elementen angereichert.
Am Dienstag vergangener Woche durfte ich auf Einladung von Prof. Dr. Susanne Hähnchen 4 Stunden mit den Studenten der Universität Potsdam verbringen, die an diesem Moot Court teilnehmen oder sich sonst für anwaltliches Berufsrecht interessieren. Eine kompakte Einführung in Grundzüge des Berufsrechts. Da geht es etwa um die sogenannten Core Values in § 43a BRAO. Die erweisen sich bei näherem Hinsehen überwiegend als Banalitätenkatalog, etwa wenn sich der Gesetzgeber darin gefällt, Anwälten explizit das Lügen zu verbieten (sog. Sachlichkeitsgebot). Und es geht natürlich um das RDG und neue Geschäftsmodelle des LegalTech. Ich hoffe, ein bisschen zum Nachdenken angeregt und ein wenig Begeisterung für den schönsten Beruf der Welt entflammt zu haben.
Mein Lohn: Eine tolle Führung durch die Universität durch Susanne Hähnchen, eine Packung Pralinen und eine schöne Tasse mit dem Emblem der Uni. Großartig!