02/07/2026
Der ChatGPT-Irrtum: Klingt richtig. Ist es oft nicht.
Viele glauben, ein juristisch formulierter Text sei automatisch auch juristisch richtig.
Genau das ist oft der Fehler.
ChatGPT erstellt Widersprüche, Klagen und rechtliche Stellungnahmen in wenigen Sekunden. Die Texte wirken häufig überzeugend, verständlich und professionell.
Aber: Entscheidend ist nicht, wie gut ein Schreiben klingt, sondern ob es rechtlich zum konkreten Fall passt. Immer häufiger landen Schreiben bei Gerichten, die auf den ersten Blick professionell wirken, rechtlich aber kaum Bestand haben. Denn nur weil eine Entscheidung in Baden-Württemberg getroffen wurde, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch in Brandenburg oder Berlin gleichermaßen anwendbar ist.
Recht ist selten so einfach, wie es eine KI erscheinen lässt. Sich zu informieren ist sinnvoll. Sich ausschließlich auf eine KI zu verlassen, kann dagegen teuer werden. Unpassende Anträge, unnötige Verfahren und vermeidbare Gerichtskosten sind oft die Folge.
Unser Rat:
Nutzen Sie KI gerne zur ersten Orientierung. Bevor jedoch ein Schreiben abgeschickt oder ein Verfahren eingeleitet wird, sollte jemand darauf schauen, der die rechtlichen Besonderheiten Ihres Falles beurteilen kann.
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Höner-March
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