30/04/2026
💥 Selbstanzeige wird eingeschränkt
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die Straffreiheit bei Selbstanzeigen bei hohen Beträgen abzuschaffen. Wer große Summen hinterzogen hat, soll sich künftig nicht mehr vollständig straffrei melden können – stattdessen wäre nur noch eine Strafmilderung möglich. Das wäre ein erheblicher Einschnitt, da die Selbstanzeige bisher ein zentrales Instrument im Steuerstrafrecht ist.
🤖 Mehr Kontrolle durch KI
Steuerdaten sollen stärker gebündelt und mithilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. Auffällige Muster, ungewöhnliche Geldflüsse und verdächtige Konstruktionen könnten so schneller erkannt werden. Ziel ist, Steuerbetrug früher aufzudecken und Prüfungen gezielter einzusetzen.
💾 Ankauf von Steuerdaten
Der Bund will gezielt Datensätze ankaufen – ähnlich wie bei den früheren „Steuer-CDs“. Dabei geht es um Informationen zu Auslandskonten, Briefkastenfirmen oder verschobenen Vermögen. So sollen bislang verborgene Fälle von Steuerhinterziehung sichtbar werden.
📣 Whistleblower-Portal geplant
Ein neues Hinweisgebersystem soll es erleichtern, Steuerbetrug anonym zu melden. Besonders Insider aus Unternehmen, Banken oder Kanzleien könnten illegale Konstruktionen schneller melden, ohne persönliche Nachteile zu riskieren. Das soll Ermittlungen beschleunigen.
⚖️ Forderung nach härteren Strafen
Anne Brorhilker von der Bürgerbewegung Finanzwende fordert deutlich strengere Strafen. Schwere Steuerhinterziehung solle als echtes „Verbrechen“ gelten, damit Verfahren nicht mehr gegen Geldauflagen eingestellt werden können.
🏛️ Zentrale Bundesbehörde im Gespräch
Diskutiert wird zudem eine starke zentrale Bundesbehörde, die Informationen bündelt, große Fälle koordiniert und Finanzkriminalität effizienter verfolgt – besonders bei internationalen Steuertricks.
🧠 Das Ziel
Steuerhinterziehung soll sich weniger lohnen. Mehr Kontrollen, höhere Strafen und bessere Datenauswertung sollen das Entdeckungsrisiko erhöhen, Schlupflöcher schließen und ehrliche Steuerzahler schützen.