Dr. Oliver Schmidt-Westphal

Dr. Oliver Schmidt-Westphal Arbeitspolitiker, Fachanwalt für Arbeitsrecht und jemand, der seit über 20 Jahren Menschen am Runden Tisch der Arbeitswelt begleitet.

Ich kenne die Perspektiven von Betriebsräten, Arbeitgebern, Dienstparteien und Behörden aus hunderten Verfahren

„Plattformarbeit ist bisher ein Randphänomen“, hieß es noch im November 2020 im Rahmen einer Anhörung im Bundestag zum S...
20/06/2022

„Plattformarbeit ist bisher ein Randphänomen“, hieß es noch im November 2020 im Rahmen einer Anhörung im Bundestag zum Status von Plattformarbeit von Dr. Lisa Allegra Markert von Bitkom. Eine Ansicht, die schon damals diskussionswürdig war.

Spätestens nach der Aussage von Hubertus Heil am vergangenen Donnerstag ist Plattformarbeit in aller Munde. Passend zur Studie der über Plattformarbeit in Deutschland habe ich die Studienergebnisse näher beleuchtet und sie auch in den arbeitspolitischen Diskurs eingeordnet.

Meine Gedanken dazu findest Du in diesem Blogbeitrag:

https://arbeitspolitik.eco/transformation-der-arbeitswelt/plattformarbeit-im-wandel-der-arbeitswelt/

Nachdem die Forderung nach einem „sozialen Klimageld“ auch innerhalb der Ampel-Koalition auf einigen Gegenwind stieß, kü...
05/06/2022

Nachdem die Forderung nach einem „sozialen Klimageld“ auch innerhalb der Ampel-Koalition auf einigen Gegenwind stieß, kündigte Heil eine Weiterentwicklung des Fachkräfte-Einwanderungsgesetzes an, die die Gemüter ebenfalls erhitzen ließ.

„Indem wir die Menschen ab dem 1. Juni in die Grundsicherung übernehmen, kann eine Integration dieser Menschen in den Arbeitsmarkt gelingen “, sagte der Heil mit Blick auf eine entsprechende Neuregelung, die seit diesem Mittwoch greift.

Geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer würden damit anerkannten Asylbewerbern gleichgestellt, „und wir haben ermöglicht, dass sie bei uns arbeiten können“.

Ziel sei es, dass man es besser macht als 2015 und aus den Lehren der Flüchtlingskrise lernt.

Ein erstrebenswertes Ansinnen.

Es bleibt jedoch für einige Mitglieder unserer Gesellschaft ein fader Beigeschmack, denn Vieles erscheint aktuell wie von Zauberhand möglich, obwohl es vielen Geflüchteten zuvor verwehrt wurde.

Nichtsdestotrotz freue ich mich über diese Entwicklung und glaube, dass es für das richtige Handeln nie zu spät ist.

Mit Spannung und einem guten Gefühl schaue ich daher auf die Weiterentwicklung des Fachkräfte-Einwanderungsgesetztes und denke, dass diese Woche aus arbeitspolitischer – und vor allem gesellschaftlicher - Sicht mehr als erfolgreich war.

Ich berate schon seit über 20 Jahren mit Herzblut nach dem Motto „Arbeitsrecht mit Augenmaß“. Mein Leitmotiv ist dabei s...
01/05/2022

Ich berate schon seit über 20 Jahren mit Herzblut nach dem Motto „Arbeitsrecht mit Augenmaß“.

Mein Leitmotiv ist dabei seit jeher: Eine Arbeitswelt, in der sich alle Akteure fair und auf Augenhöhe begegnen.

Ich mache beruflich den „runden Tisch“ erfolgreich und berate die Betriebs- und Dienstparteien auf Betriebs-, Unternehmens- und Konzernebene zu vielfältigen arbeitspolitischen Fragestellungen der modernen und sich immer verändernden Arbeitswelt.

Auch die arbeitspolitischen Rahmenbedingungen müssen sich zukunftsweisend ändern! Das ist mein Ziel.

Im Erfahrungsaustausch möchte ich meine Erfahrungen, Ansichten und Gedanken teilen, diskutieren und hinterfragen. Denn ich möchte an der positiven, nachhaltigen Entwicklung der Arbeitswelt mitgestalten; ich möchte Orientierung bieten und zeitgleich Gamechanger und Schrittmacher sein.

Hier suche ich den wertschätzenden und respektvollen arbeitspolitischen Diskurs auf Augenhöhe.

Digitale Transformation, gesellschaftlicher Wandel oder auch die Pandemie als Treiber der Veränderung – die moderne Arbe...
01/05/2022

Digitale Transformation, gesellschaftlicher Wandel oder auch die Pandemie als Treiber der Veränderung – die moderne Arbeitswelt entwickelt sich stetig weiter und schon jetzt stellt sich die Frage: Wo stehen wir in fünf, in zehn oder gar in zwanzig Jahren?

Der Bereich der Arbeitspolitik ist seit jeher ein bedeutendes Politikfeld. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Arbeitsmarktpolitik nicht nur Gegenstand wissenschaftlicher Kontroverse ist, sondern auch wie fast kein anderes Politikfeld die Existenzgrundlage der Bürger betrifft.

Umso wichtiger ist es, dass man die Chance nutzt und durch Arbeitspolitik eine bessere Arbeitswelt gestaltet.

Um dieses Ziel zu erreichen, suche ich auf www.arbeitspolitik.eco – der virtuellen Plattform für ArbeitspolitikerInnen – den praxisnahen und innovativen Austausch, insbesondere bei meinen Kompetenzfeldern K.I. in der Arbeitswelt und Veränderungsmanagement in der sich transformierenden Arbeitswelt.

Das Bundeskabinett hat zuletzt den Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn u...
02/03/2022

Das Bundeskabinett hat zuletzt den Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn und zu
Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung beschlossen.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass der Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 auf 12€ angehoben wird. Zudem wird die Entgeltgrenze für Minijobs auf 520€ erhöht.

Laut Hubertus Heil ist ein armutsfester Mindestlohn eine Frage der Leistungsgerechtigkeit und des Respekts vor ehrlicher Arbeit. Aber ist der erhöhte Mindestlohn auch wirklich ein Garant für mehr Leistungsgerechtigkeit?

Diese Frage stelle ich mir in einem meiner aktuellen Blogbeiträge, hier findest Du meine Gedanken zu der Thematik:

https://oliver.schmidt- westphal.de/arbeitspolitik/der-mindestlohn-wird-erhoeht-fuehrt-dies-zu-mehr-leistungsgerechtigkeit/

In einem aktuellen Schreiben fordern Unternehmen wie Ikea, Danone oder auch Weleda ein europaweites Lieferkettengesetz, ...
13/02/2022

In einem aktuellen Schreiben fordern Unternehmen wie Ikea, Danone oder auch Weleda ein europaweites Lieferkettengesetz, das über die bisherigen nationalen Standards hinausgeht. Europäische Firmen sollen für Verstöße gegen Menschenrechte und Umweltstandards auch zivilrechtlich für Schäden haften.

Die Forderung geht über das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, welches am 01.01.2023 in Kraft tritt, hinaus. Das deutsche Gesetz bindet zunächst nur Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern (ab dem 01.01.2024 dann auch Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern) und bezieht sich nicht auf die gesamte Lieferkette, sondern in erster Linie auf direkte Zulieferer.

Dass die Unternehmen solche Forderungen stellen, liegt natürlich auch in ihrem eigenen Interesse. Sie setzten teilweise schon jetzt stärker auf ökologische und soziale Bedingungen bei ihren Zulieferern und befürchten dadurch Nachteile im Wettbewerb mit ihren Konkurrenten, die weniger genau auf Menschenrechte in den Lieferketten achten und dadurch billiger produzieren. Uneigennützig sind die Forderungen demnach nicht - aber dadurch nicht weniger sinnvoll!

Meine Gedanken und Kritik zum deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz findest du ganz aktuell hier:
https://oliver.schmidt-westphal.de/globale-lieferketten/lieferkettengesetz-der-garant-fuer-eine-weltweit-faire-arbeitswelt/

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