Arzthaftung - Rechtsanwalt Dobek

Arzthaftung - Rechtsanwalt Dobek Rechtsanwalt für Arzthaftung und Geburtsschaden in Berlin & bundesweit Interessenkonflikte sind somit ausgeschlossen. Ich bin bundesweit tätig.

Ich bin ausschließlich im Arzthaftungsrecht tätig und dies ausschließlich auf Patientenseite. Wenn Sie einen Behandlungsfehler vermuten, prüfe ich dies gerne und kämpfe mit Ihnen gemeinsam für Ihr Recht.

30/03/2026

Unterlassene Notfallsectio - Unterlassene Hinzuziehung eines Neonatologen

Bei rezidivierenden variablen atypischen Dezelerationen bei Terminüberschreitung und bereits im Vorfeld bestehenden Hinweisen auf eine chronische Plazentainsuffizienz muss zwingend eine notfallmäßige Sectio vorgenommen werden. Aufgrund des unreifen Muttermundes ist eine Fetalblutanalyse zur Klärung des fetalen Zustandes technisch nicht möglich.

Das Unterlassen einer notfallmäßigen Sectio ist dann ein eindeutiger Verstoß gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln, die aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich sind.

Bei einer fachgerechten Vorgehensweise hätte ein Neontologe zur Erstversorgung des Kindes angefordert werden müssen, da aufgrund des lange andauernden pathologischen CTG bei chronischer Plazentainsuffizienz mit einem erheblich deprimierten Kind zu rechnen ist.

Der Umstand, dass ein Neonatologe erst benachrichtigt wird, wenn gesehen wird, dass sich das Kind in einem schlechten Zustand befindet, stellt einen Fehler dar, der daraus resultiert, dass der behandelnde Arzt die Dringlichkeit einer Sectio und die hochgradige Gefährdung des Kindes nicht erkannt hat.

Unter Berücksichtigung der CTG-Aufzeichnungen ist der eindeutige pathologische Verlauf für jeden Geburtshelfer ohne weiteres zu erkennen.

Der sich vor Ort befindliche Gynäkologe ist in einer solchen Situation überfordert. Dieser kann nichts ausrichten und ist für die Durchführung einer fachgerechten Reanimation auf die Hinzuziehung eines erfahrenen Neonatologen angewiesen. Wenn bereits deutlich vor der Geburt eine Asphyxie aufgetreten ist, muss unmittelbar nach der Geburt eine Sauerstoffgabe erfolgen, so dass die Reanimation durch einen Neonatologen erfolgen muss.

Ein Nicht-vor-Ort-sein eines Neonatologen ist zu beanstanden. Bei einem bereits langzeitigen pathologischen CTG-Verlaufes ist es unbedingt erforderlich, sich um die Hinzuziehung eines Neonatologen zu kümmern. Dies liegt in der Verantwortung der Geburtshelfer (z.B. anwesender Chefarzt).

Es liegt ohne Alarmierung eines Neonatologen eine unzureichende Reanimationsbehandlung vor, weil sich das Risiko der Nichtalarmierung der Neonatologen dann realisiert.

Ein solch vermeidbarer gravierender Zeitverzug bis die Entscheidung zur Durchführung der eiligen Sectio gefallen ist und die unterlassene Einschaltung eines Neonatologen hat meistens erhebliche Folgen für das Kind.

Ein schwerer intrauteriner Sauerstoffmangel führt zu einer Kreislaufdekompensation. Weite Pupillen, fehlende Reflexe, fehlende Spontanmotorik und eine deutliche muskuläre Hypotonie sind Ausdruck einer schweren hypoxisch-ischämische Enzephalopathie. Durch die peripartale Asphyxie und die schwere respiratorische Azidose – diese wiederum als Folge einer Mekoniumaspiration – belegen eine irreversible Hirnschädigung in Form einer Zerebralparese und eine geistige Behinderung.

Zudem kann es einen Hinweis auf eine fehlerhafte Reanimation geben, wenn in dem Reanimationsprotokoll wichtige Angaben für die Durchführung einer fachgerechten Reanimation fehlen.

Wenn Sie vermuten, dass dieser Sachverhalt bei Ihrem Kind vorliegt, helfe ich Ihnen gerne bei der Einholung eines Gutachtens und der Durchsetzung der Ansprüche Ihres Kindes.

𝐅𝐞𝐡𝐥𝐞𝐫𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞 𝐁𝐚𝐮𝐜𝐡𝐝𝐞𝐜𝐤𝐞𝐧𝐬𝐭𝐫𝐚𝐟𝐟𝐮𝐧𝐠 (𝐀𝐛𝐝𝐨𝐦𝐢𝐧𝐨𝐩𝐥𝐚𝐬𝐭𝐢𝐤)Kann der von dem Patienten gewünschte Erfolg einer Liposuktion (Fettab...
27/03/2026

𝐅𝐞𝐡𝐥𝐞𝐫𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞 𝐁𝐚𝐮𝐜𝐡𝐝𝐞𝐜𝐤𝐞𝐧𝐬𝐭𝐫𝐚𝐟𝐟𝐮𝐧𝐠 (𝐀𝐛𝐝𝐨𝐦𝐢𝐧𝐨𝐩𝐥𝐚𝐬𝐭𝐢𝐤)

Kann der von dem Patienten gewünschte Erfolg einer Liposuktion (Fettabsaugung) nur durch weitere Haut- und Bauchdeckenstraffungen erreicht werden, weil eine einzige Liposuktion nicht zum Ziel führen kann, muss der Arzt darüber ausdrücklich aufklären.

Vor der Durchführung einer Liposuktion muss der Patient auch in besonders eindringlicher Weise darüber aufgeklärt werden, dass bei großflächigen Fettabsaugungen mit der Entstehung unregelmäßiger Konturen, die nicht in jedem Fall vollständig beseitigt werden können, zu rechnen ist.

Unterlässt der Arzt eine entsprechende Aufklärung, erfolgt der durch ihn vorgenommene Eingriff mangels wirksamer Einwilligung des Patienten rechtswidrig und der Arzt haftet auch für solche Folgen des Eingriffs, die nicht auf einem Behandlungsfehler beruhen, sondern ein verwirklichtes OP-Risiko darstellen, wenn der Patient in Kenntnis dieses Risiko den Eingriff nicht hätte durchführen lassen.

Liegt bei dem Patienten eine dermatologische Grunderkrankung (Dermatitis) vor, besteht allein aufgrund dieser genetisch bedingten Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko, weil die Haut des Patienten einen wesentlich geringeren Immunschutz aufweist.

Eine Aufklärung am Vorabend einer schönheitschirurgischen Bauchdeckenstraffung ist verspätet, wenn der Patient erstmals mit erheblichen kosmetischen Folgen wie einer deutlichen Vergrößerung der bereits existenten Unterbauchnarbe oder mit längerfristigen Sensibilitätsstörungen konfrontiert wird.

Gerne helfe ich.


Trommelfellperforation - Innenohrschwerhörigkeit und SpontannystagmusVor einer Operation zum Verschluss einer traumatisc...
27/03/2026

Trommelfellperforation - Innenohrschwerhörigkeit und Spontannystagmus

Vor einer Operation zum Verschluss einer traumatischen Trommelfellperforation, die weder dringlich noch absolut indiziert ist, muss der Arzt dem Patienten die Erfolgsaussichten und die Risiken (dauerhafter Tinnitus, Gleichgewichtsstörungen) mitteilen, insbesondere dann, wenn lediglich geringe Beeinträchtigungen vorliegen.

Erleidet ein Patient andernfalls eine andauernde Ohrgeräuschen und unsystematischem Schwindel besteht ein Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz.

Hat der HNO-Arzt eine Innenohrschwerhörigkeit sowie einen deutlichen Spontannystagmus festgestellt, darf er es nicht bei dem Befund "Innenohrschwerhörigkeit unklarer Genese" belassen und von weiteren differenzialdiagnostischen Maßnahmen absehen. Er muss eine Stufendiagnostik durchführen, und zwar zunächst überschwellige Hörprüfungen als klassisches Verfahren, um zwischen Innenohr- und Hörnervenschwerhörigkeit zu unterscheiden, und sodann eine Röntgenprojektion.

Ergeben die Untersuchungen kein Ergebnis, ist der Patient sofort in eine Klinik zu überweisen, oder es müssen im Abstand mehrerer Monate Kontrolluntersuchungen durchgeführt, und schließlich ein CT veranlasst werden, wenn auch die Kontrolluntersuchungen ohne eindeutiges Ergebnis bleiben.

Unterbleibt aufgrund einer unzureichenden Diagnostik die frühzeitige Entdeckung und Operation eines gutartigen Tumors (Akustikus-Neurinom) mit der Folge verbleibender Störungen im Bereich der Hirnnerven (Abducensparese mit Doppelbildern, periphere Facialisparese mit linksseitig fast komplettem Lidschluss, Taubheit), haftet der Arzt wenn bei einer frühzeitigeren OPAusmaß und Schwere der operationsbedingten Beeinträchtigungen weniger gravierend gewesen wären.

Der Befund einer Vorwölbung des druckschmerzhaften Trommelfells verbunden mit einer äußeren Ohrenentzündung erfordert stets weitere Untersuchungen.

Die sich als Folge einer fehlerhaft nicht rechtzeitig erkannten und nunmehr operativ zu behandelnden Mittelohrentzündung führen zur Haftung des Arztes.

Gerne unterstütze ich Sie bei der Prüfung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

27/03/2026

Anspruch auf Erstattung von an den Zahnarzt gezahlten Behandlungskosten bei vollständiger Unbrauchbarkeit des Zahnersatzes

Der Vergütungsanspruch des Zahnarztes bleibt nur dann erhalten, wenn der Patient die – objektiv wertlose – Leistung tatsächlich nutzt und sie daher für ihn subjektiv von Wert ist.

Hierauf berufen sich Zahnärzte sehr gerne. ABER ACHTUNG!

Eine tatsächliche Nutzung liegt nicht vor, wenn der Patient sich mit Beschwerden wiedervorgestellt, Anstrengungen unternommen hat, eine Weiterbehandlung in einer anderen Praxis zu ermöglichen, eine vorgerichtliche Begutachtung durchgeführt hat und zeitnahe eine gerichtliche Begutachtung in die Wege geleitet hat. Erst recht liegt ein solcher Sachverhalt nicht vor, wenn der Patient sogar mittlerweile eine Weiterbehandlung bei einem anderen Zahnarzt begonnen hat.

Eine Nutzung im Sinne einer Situation, in der der Patient die Versorgung auch tatsächlich als Versorgung nutzen will, obwohl er eine reelle und zumutbare Möglichkeit hat, sie nicht zu nutzen, und dies nicht nur als Notmaßnahme hinnimmt, ist gerade nicht gegeben.

Lassen Sie sich von dem Zahnarzt nicht das Gegenteil einreden!

Auch steht dem Zahnarzt kein Nachbesserungsrecht zu, wenn eine Nachbesserung nicht möglich ist, sondern eine vollständige Erneuerung der bisher erbrachten Leistung notwendig ist.

AUCH HIER ACHTUNG!

Zahnärzte behaupten auch gerne, dass ihnen immer auch ein Recht auf eine Neuanfertigung zustehen würde. Dies ist falsch.

Gerne unterstütze ich Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

Ich bin seit 2 Jahren eine Klientin von Herrn Dobek.Und kann es gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin, ihn al...
10/01/2023

Ich bin seit 2 Jahren eine Klientin von Herrn Dobek.
Und kann es gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin, ihn als Anwalt, für mich gewählt zu haben.

Ich habe 2 Behandlungsfehler von unterschiedlichen Ärzten, die beide vor Gericht vertreten werden.
Für jeden Behandlungsfehler habe ich einen anderen Anwalt.

Nun war Herr Dobek aber anders, als wie ich es zuvor kannte. Nicht nur das ich das Gefühl habe, Herr Dobek nimmt mich und meinen Fall absolut ernst, sondern er schreibt der Gegenseite absolut faktenbasierte knallharte Stellungnahmen und findet Zusammenhänge, die selbst ich nach mehrmaligen durchlesen meines Gutachtens nicht entdeckt hatte.
Ehrlich gesagt, würde ich ihn nicht als Gegenanwalt haben wollen.

Ich bin wirklich unglaublich dankbar, von Herrn Dobek vertreten zu werden.
So dankbar, dass ich ihm sogar noch den anderen Rechtsstrreit anvertraut habe.
Für mich ist er einfach der beste Anwalt für geschädigte Patienten und bekommt von mir 10 Punkte.

142 Bewertungen | Empfehlung! Ich bin seit 2 Jahren eine Klientin von Herrn Dobek. Und kann es gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin, ihn als Anwalt, für mich gewählt zu haben. Ich habe 2 Behandlungsfehler von unterschiedlichen Ärzten, die beide vor Gericht vertreten werden. Für jede...

Behandlungsfehler der SchilddrüseEine operative Behandlung der Schilddrüse kommt in Betracht, wenn eine knotige Kropfbil...
22/09/2022

Behandlungsfehler der Schilddrüse

Eine operative Behandlung der Schilddrüse kommt in Betracht, wenn eine knotige Kropfbildung mit mechanischer Beeinträchtigung (Atem-
not), eine Überfunktion auf Grundlage eines
Morbus Basedow mit größerer Struma, eine thyreoidale Autonomie, ein kalter Kno-
ten als Karzinomverdacht oder eine Malignomerkrankung vorliegt.

Der Patient muss über vorliegende Behandlungsalternativen sowie über die jeweiligen Erfolgsaussichten und Risken aufgeklärt werden. Hierzu zählen insbesondere die Stimmbandnervenverletzung (Nervus recurrens-
Parese) und ein Nebenschilddrüsenfunktionsverlust (Tetanie).

Der Chirurg muss ein nachvollziehbares Operationsprotokoll anfertigen, das den sichtkontrollierten Um-
gang mit verletzungsgefährdeten Struktu-
ren wie Stimmbandnerven und Neben-
schilddrüsen zur Schadensabwendung be-
legt. Erforderliche nachoperative Kontrollun-
tersuchungen und ergänzende Behand-
lungsempfehlungen müssen und
im Abschlussbericht ausgeführt werden.

Intraoperativ muss der Chirurg den Nervus laryngeus recurrens visuell darstellen, um ihn effektiv und sicher schonen zu können. Dies ist jedenfalls dann zwingend, wenn die Präparation und die Resektion in der Nähe des Nervs verläuft. Unabhängig von dieser räumlichen Nähe sollte der Nerv zudem bei der totalen Lappenresektion und der totalen Thyreoidektomie visuell dargestellt werden.

Bei radikalen Operation oder Wiederholungsoperationen muss Neuromonitoring durchgeführt werden, um Irritationen des Nervus laryngeus recurrens bei dem Eingriff mittels elektrischer Impulse sichtbar zu machen. Ohne dieses besteht die Gefahr von Nevenschädigungen, weil nicht rechtzeitig interveniert werden kann.

Unmittelbar nach der Operation muss die Stimmbandbeweglichkeit geprüft werden, um eine Recurrensparese zu erkennen und unverzüglich die entsprechende Behandlung einleiten zu können.

Tritt eine Stimmbandlähmung aufgrund einer Nervenverletzung ein, kommt es zu einer Bewegungsstörung des Stimmbandes. Das Stimmband verharrt in einer für das Sprechen und für das Atmen ungünstigen Position außerhalb der Mittellinie.

Gerne helfe ich. ⚖️ 🩺 💊 💉 🆘 ❓

Haftung des HausarztesEine Haftung des Hausarztes besteht, wenn für diesen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die in de...
07/09/2022

Haftung des Hausarztes

Eine Haftung des Hausarztes besteht, wenn für diesen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die in dem Krankenhaus gestellten Diagnosen falsch sind und eine ergänzende Untersuchung geboten ist, so muss er diese Vorbefunde auf ihre Plausibilität hin kontrollieren. Unterlässt er die Erhebung eines Kontrollbefundes, liegt ein Behandlungsfehler vor.

Insbesondere ein Hausarzt, der für Patienten mit akuten Herzinfarkten die erste Anlaufstelle ist, muss, da Herzinfarkte zu den häufigsten Erkrankungen der Bevölkerung zählen, auf eine solche Differenzialdiagnose achten.

Nach einer Gipsschienenbehandlung muss der Hausarzt bei der Nachsorge ein Kompartmentsyndroms in Betracht ziehen, wenn der Patient typische Beschwerden schildert. Werden die zielführenden Symptome nicht abgeklärt, führt dies zur Haftung des Hausarztes aufgrund eines groben Behandlungsfehlers.

Haftung des Hausarztes

Ergibt sich aufgrund des dem Hausarzt geschilderten Beschwerdebildes die Möglichkeit des Bestehens eines Herzinfarkts, stellt die Unterlassung der sofortigen Einweisung des Patienten in eine Klinik wegen des Unterlassens gebotener weiterer Untersuchungsmaßnahmen einen ärztlichen Behandlungsfehler dar, unabhängig davon, ob sich tatsächlich bei späteren Untersuchungen die Diagnose Herzinfarkt oder ein sonstiges akutes Koronarsyndrom bestätigt.

Wird bei einer jungen Patientin die Ursache eines erhöhten Blutdrucks nicht abgeklärt, ist der Hausärztin ein Befunderhebungsfehler zur Last zu legen. Kommen weitere Alarmzeichen -mehrfache Bewusstlosigkeiten- hinzu, ist die mangelnde Befunderhebung als grober Behandlungsfehler der Hausärztin zu werten.

Die Anamnese gehört zu den elementaren Grundregeln der Medizin und bildet neben der körperlichen Untersuchung für den in der Primärversorgung tätigen Hausarzt die Basis jeglicher ärztlicher Tätigkeit. Klagt der Patient über Blähungen, ist der Hausarzt verpflichtet, sich nach der Dauer und deren möglichen Ursachen sowie nach der Stuhlgewohnheit zu erkundigen.

Gerne helfe ich. ⚖️ 🩺 💊 💉 🆘 ❓

𝗕𝗲𝗵𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴𝘀𝗳𝗲𝗵𝗹𝗲𝗿 𝗯𝗲𝗶 𝗔𝘂𝗴𝗲𝗻𝗼𝗽𝗲𝗿𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻Eine Katarakt-Operation ist fehlerhaft, wenn eine Kunstlinse ausgewählt wird, die au...
01/09/2022

𝗕𝗲𝗵𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴𝘀𝗳𝗲𝗵𝗹𝗲𝗿 𝗯𝗲𝗶 𝗔𝘂𝗴𝗲𝗻𝗼𝗽𝗲𝗿𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻

Eine Katarakt-Operation ist fehlerhaft, wenn eine Kunstlinse ausgewählt wird, die aufgrund der mit ihr verbundenen Zielrefraktion ein hohes Risiko für das Sehen von Doppelbildern mit sich bringt.

Auch wenn das Risiko einer Erblindung bei einer Blepharoplastik selten ist, muss hierüber aufklärt werden, weil die Gefahr einer Erblindung das schwerwiegendste Risiko darstellt.

Leidet eine Patientin nach einer Augenoperation unter dauernden Schmerzen bei der Bewegung des Auges und an dem Gefühl eines Fremdkörpers im Auge, weil aus der Bindehautschicht Fadenenden (vom Vernähen des Operationsbereiches) hervortreten, haftet der Operateur.

Eine intrakapsuläre Kataraktextraktion mit Vorderkammerlinsenimplantation ist ein rechtswidriger Eingriff, wenn eine ordnungsgemäße Risikoaufklärung (Blutung, Infektion , Netzhautablösung, erhebliche bleibende Beeinträchtigung des Sehvermögens oder gar seines Verlustes) nicht erfolgt ist.

Wenn ein Arzt es unterlässt, darauf hinzuweisen, daß der Patient nach der Operation jede Beeinträchtigung des Auges (Druck, Stoß), insbesondere auch ein Reiben des Augapfels, vermeiden muß, haftet er aufgrund einer unzureichenden therapeutischen Sicherheitsaufklärung, wenn die Operationswunde (beim Duschen) aufplatzt und es schließlich zum Verlust der Sehkraft kommt.

Eine Laser-Operation zur Beseitigung einer normalen Kurzsichtigkeit, die ohne weiteres auch durch das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille zu korrigieren ist, und für die eine weitergehende medizinische Indikation nicht besteht, ist einer kosmetischen Operation im Hinblick auf die Anforderungen an die Aufklärung vergleichbar.

Über das gesteigerte Risiko der Blendempfindlichkeit als Folge einer Laseroperation am Auge ist umfassend aufzuklären.

Gerne helfe ich. ⚖️ 🩺 💊 💉 🆘 ❓

Behandlungsfehler der ProstataEs ist fehlerhaft, eine Teiladenomektomie der Prostata ohne vorherige weiterführende Diagn...
31/08/2022

Behandlungsfehler der Prostata

Es ist fehlerhaft, eine Teiladenomektomie der Prostata ohne vorherige weiterführende Diagnostik (wie z.B. Biopsie, Bestimmung des freien PSA-Wertes) durchzuführen, um ein einer anderen Behandlungsmethode unterfallendes Prostatakarzinom auszuschließen.

Vor einer Vasektomie muss der Patient über das Risiko einer Erektionsstörung/ Ejakulationsstörung aufgeklärt werden.

Es entspricht nicht den Regeln der ärztlichen Kunst, eine transurethrale Resektion der Prostata während des Bestehens einer akuten Prostatitis durchzuführen. Die akute Prostatitis muss vorher abgeheilt sein, um starke Blutungen, irritative Beschwerden beim Wasserlassen, tröpfelnder Harnstrahl, Schmerzen beim Wasserlassen und einen Harnverhalt zu vermeiden.

Aufklärungsbedürftige Behandlungsalternativen zur Prostatakrebsentfernung sind die Strahlentherapie und die hoch intensive fokussierte Ultraschalltherapie.

Der Pathologe muss bei Gewebeveränderungen, die grenzwertig zu dem Vorliegen eines Karzinoms einzuordnen sind, entweder eine Kontrollbefundung einholen oder aber den Patienten auf die mit der Diagnose verbundene Unsicherheit hinweisen.

Wäre es im Rahmen der Krebsvorsorge geboten gewesen, dem Patienten wegen eines Verdachts auf ein Prostatakarzinom eine erneute PSA-Untersuchung spätestens in 6 Monaten zu empfehlen, ist dem Arzt ein Befunderhebungsfehler vorzuwerfen.

Bei der Feststellung eines PSA-Wertes von 6,1 ng/ml sind zur Befundsicherung weitere Untersuchungen erforderlich. Der Arzt hat die Pflicht, den Patienten einzubestellen.

Vor einer Prostataoperation ist auch über das Risiko der Inkontinenz und der Impotenz aufzuklären.

Bei einer Schließmuskelverletzung mit der Folge teilweiser Inkontinenz handelt es sich um ein typisches Risiko einer Prostataoperation, über das aufgeklärt werden muss.

Gerne helfe ich.

Adresse

Bayreuther Straße 8
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10787

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Dienstag 09:00 - 18:00
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