Deutscher Mieterbund

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Deutscher Mieterbund Politische Interessenvertretung der Mieter:innen. In Rechtsfragen beraten die DMB-Mietervereine. Netiquette Deutscher Mieterbund e.V. Auch das neu am 1. Zum 1.

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100 Jahre DMB - Historie

Vor mehr als 110 Jahren, am 20. Oktober 1900, gründeten 25 Mietervereine den Bund der Mietervereine in Leipzig und legten damit den Grundstein für eine deutsche Mieterbewegung. Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatten sich Mieterinnen und Mieter örtlich zu Selbsthilfeeinrichtungen zusammengefunden. Der erste "Miethbewohnerverein" entstand 1868 in Dresden. Wohnungselend und eine weitgehende Rechtlosigkeit für Mieter waren kennzeichnend für diese Zeit. Formularmietverträge der Haus- und Grundbesitzervereine legten Rechte und Pflichten einseitig fest. Januar 1900 in Kraft getretene Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) änderte daran nichts. Die "Vertragsfreiheit", von der die Vermieter profitierten, wurde im Gesetz verankert. Die frühe Mieterbewegung war noch vom Obrigkeitsdenken und vom bürgerlichen Bewußtsein der Kaiserzeit geprägt. Hinzu kamen Uneinigkeit und - vor allem in der Zeit des Nationalsozialismus - politische Anpassung. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Mietervereine für kurze Zeit zu einer Massenbewegung. Ihre politische Arbeit wurde durch das Mieterschutzgesetz von 1923 gekrönt. Mit diesem Gesetz, das die Handschrift der Mieterbewegung trug, wurde Rechtsgeschichte geschrieben. Zum ersten Mal wurde das Wohnrecht des Mieters als schützenswert anerkannt. Diese in der damaligen Zeit geradezu revolutionären Gedanken bestimmten fortan die Diskussion um das Mietrecht. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten der Wiederaufbau der zerstörten Städte, des zerstörten Wohnraums und die Überwindung der ungeheuren Wohnungsnot höchste politische Priorität. Das 1950 verabschiedete Wohnungsbaugesetz schaffte die Grundlage für die Wohnungsbauförderung und für den sozialen Wohnungsbau. Schon 1946 hatte sich in der britischen Besatzungszone der Zentralverband Deutscher Mieter gegründet, und seit 1947 gab es in der amerikanischen Besatzungszone den Bund Westdeutscher Mieterverbände. 1951 dann schlossen sich die beiden Verbände zu einem Dachverband, dem Deutschen Mieterbund, mit Sitz in Köln, zusammen. Geführt wurde der Verband von Präsident Adam Ramser, ab 1955 von Wilhelm Geisslreither. Bundesdirektor wurde 1951 Berthold Gramse. Eines der wichtigsten Themen in der Nachkriegszeit war der "Lücke-Plan", so genannt nach dem damaligen CDU-Wohnungsbauminister. 1960 wurde der "Lücke-Plan" im Bundestag gegen den vehementen Widerstand des Mieterbundes verabschiedet. Damit war der Kampf um die Erhaltung des Mieterschutzgesetzes und der gesetzlichen Mietpreisbindung zumindest für den Altbaubestand verloren. Die faktische Rechtlosigkeit der Mieter führte in den 60er Jahren zu stark steigenden Mietkosten und einer wahren Kündigungswelle. Doch ab den 60er Jahren wurde auch der Deutsche Mieterbund als politische Interessenvertretung der Mieter stärker und erfolgreicher. Unter Dr. Paul Nevermann, Präsident des Mieterbundes von 1967 an, und unter Helmut Schlich, Direktor des Mieterbundes von 1962 an, wurde die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt. Presseveröffentlichungen, Protestkundgebungen und Dokumentationen begleiteten die Arbeit der Mieterorganisation. Nach heftigen Diskussionen und harten Auseinandersetzungen wurde 1971 dann das Wohnraumkündigungsgesetz mit dem Kernstück "gesetzlicher Kündigungsschutz" im Bundestag verabschiedet. Eine grundlose Kündigung des Vermieters, insbesondere die Änderungskündigung, also die Erzwingung einer Mieterhöhung mit dem Druckmittel der Kündigung, war fortan ausgeschlossen. Federführend für das Wohnraumkündigungsgesetz war der damalige Bundesjustizminister Gerhard Jahn, der 1979 Präsident des Deutschen Mieterbundes wurde. Januar 1975 trat das mit überwältigender Mehrheit im Bundestag beschlossene "Zweite Wohnraumkündigungsschutzgesetz" in Kraft. Der gesetzliche Kündigungsschutz war Dauerrecht geworden. Nach dem Zusammenschluss mit dem Mieterbund der DDR, der sich im Frühjahr 1990 gegründet hatte, gibt es seit Oktober 1990 wieder einen gesamtdeutschen Mieterbund. Der Wiederaufbau der Mieterbewegung in den östlichen Bundesländern wurde eine der wichtigsten Aufgaben in der jüngeren Verbandsgeschichte. Der Deutsche Mieterbund begleitete den schwierigen Prozess der Überführung des DDR-Wohnungswesens in die soziale Marktwirtschaft. Politisch setzt sich die Mieterorganisation für eine schrittweise und sozial verträgliche Angleichung der rechtlichen und wirtschaftlichen Wohnbedingungen ein. Zwischen 1995 und 2007 stand Anke Fuchs als Präsidentin an der Spitze des Deutschen Mieterbundes. 2007 wurde Dr. Franz-Georg Rips, seit 1995 Bundesdirektor, zum neuen Präsidenten gewählt. Bundesdirektor wurde Lukas Siebenkotten, der auf dem Mietertag 2019 in Köln zum hauptamtlichen Präsidenten gewählt wurde, als Bundesdirektorin folgte ihm Dr. Melanie Weber-Moritz. Seit September 2001 hat der Mieterbund seinen Sitz in Berlin.

15/10/2026

🏠 Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit!

53 Prozent der Menschen in Deutschland leben zur Miete. Unter armutsbetroffenen Menschen sind es sogar vier von fünf.

Fast die Hälfte der Mieterhaushalte gehört zum untersten Einkommensdrittel. Und fast jeder dritte Mieterhaushalt ist durch seine Wohnkosten überlastet.

Die Wohnungskrise trifft längst nicht alle gleich, aber sie betrifft uns alle.

Bei der Eröffnung des gemeinsamen Wohngipfels von Deutschem Mieterbund und .gewerkschaftsbund macht DMB-Präsidentin deutlich: Die Frage, wie Wohnen wieder bezahlbar wird, gehört ganz oben auf die politische Agenda.

Wir brauchen wirksame Mietbegrenzungen, besseren Kündigungsschutz und deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum.

📢 Bezahlbares Wohnen darf kein Privileg sein!

15/10/2026

🏠 Die Wohnungsfrage ist eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit.

Heute kommen beim gemeinsamen Wohngipfel von Deutschem Mieterbund und DGB in Berlin Politik, Gewerkschaften und Mietervertretungen zusammen.

Mit dabei: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig sowie die wohnungspolitischen Sprecher:innen von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke.

Worum es heute geht: gemeinsam über Lösungen für die Wohnungskrise diskutieren und ein deutliches Signal an die Bundesregierung senden.

📢 Bezahlbares Wohnen muss endlich höchste politische Priorität bekommen.

Mieterschutz

🏠 Zu hohe Mieten kosten Jobchancen!Die Wohnungskrise ist längst auch ein Problem für den Arbeitsmarkt. Wer sich das Wohn...
15/10/2026

🏠 Zu hohe Mieten kosten Jobchancen!

Die Wohnungskrise ist längst auch ein Problem für den Arbeitsmarkt. Wer sich das Wohnen in der Nähe des Arbeitsplatzes nicht leisten kann, muss berufliche Chancen ausschlagen oder lange Pendelwege in Kauf nehmen.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Mieterbundes und des DGB zeigt:

🔴 12 % der erwerbstätigen Mieter:innen in Großstädten haben wegen hoher Wohnkosten bereits eine berufliche Chance nicht wahrgenommen.

🔴 59 % der befragten Mieter:innen befürchten, dass hohe Wohnkosten die Gewinnung von Arbeitskräften erschweren.

Und die Menschen wollen, dass die Politik handelt:

👉 89 % halten härtere Strafen gegen Mietwucher für wirkungsvoll.
👉 75 % setzen auf eine schärfere Mietpreisbremse.
👉 65 % auf einen zeitweisen Mietenstopp.

Deshalb fordern DMB und DGB zum gemeinsamen Wohngipfel 2026: Mietenanstieg stoppen, Mieter:innen besser schützen, mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und Wohnkosten senken.

Denn Wohnen muss bezahlbar sein. Auch dort, wo wir arbeiten.

💬 Habt ihr schon einmal wegen hoher Mieten auf einen Job oder einen Umzug verzichtet?

14/10/2026
Anlässlich der heutigen Anhörung im Deutschen Bundestag zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Rechts de...
14/10/2026

Anlässlich der heutigen Anhörung im Deutschen Bundestag zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Rechts der Wohn- und Geschäftsraummiete fordert der deutliche Nachbesserungen. Der DMB begrüßt die geplanten Regelungen zu Indexmieten, möbliertem Wohnen, Kurzzeitvermietungen und zur Schonfristzahlung bei Mietrückständen. Der Entwurf bleibt jedoch an entscheidenden Stellen hinter dem notwendigen Mieterschutz zurück.
Unsere Pressemeldung zum Thema 👉 https://mieterbund.de/aktuelles/meldungen/bezahlbares-wohnen-braucht-klare-regeln/

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Littenstraße 10
Berlin
10179

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Dienstag 09:00 - 18:00
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