Steuerberater in Linz

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Am Mittwoch will die Regierung den   in Höhe von 1500 Euro pro Kind beschließen.Es wird wesentliche Änderungen geben: Au...
09/01/2018

Am Mittwoch will die Regierung den in Höhe von 1500 Euro pro Kind beschließen.
Es wird wesentliche Änderungen geben: Auch für Geringverdiener und für Studierende soll es Geld geben.

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5350059/Kinder_1500EuroBonus-wird-ausgeweitet?

Am Mittwoch will die Regierung den Steuerbonus in Höhe von 1500 Euro pro Kind beschließen. Es wird wesentliche Änderungen geben: Auch für Geringverdiener und für Studierende soll es Geld geben.

Wir wünschen euch ein  ! Und einen guten Start in die erste   2018! 🍀💶💡
02/01/2018

Wir wünschen euch ein ! Und einen guten Start in die erste 2018! 🍀💶💡

  ist für   empfehlenswertDas neue Gesetz gibt nahen   viel mehr  .Am 1. Juli 2018 tritt das   in Kraft und ersetzt das ...
10/11/2017

ist für empfehlenswert

Das neue Gesetz gibt nahen viel mehr .

Am 1. Juli 2018 tritt das in Kraft und ersetzt das bisher geltende Sachwalterschaftsrecht. Es regelt die von , die nicht mehr gänzlich oder überhaupt nicht mehr in der Lage sind, für sich selbst zu entscheiden. Die neuen Regeln sind auch für relevant, weil der jeweilige Vertreter unter Umständen auch unternehmerische Entscheidungen fällen muss. „Anders als das früher der Fall war, können etwa nahe Angehörige künftig anstelle des Betroffenen viel weitreichendere unternehmerische als bisher treffen“, sagt Martin Schauer, Zivilrechtsprofessor an der Universität Wien. Früher konnten sie nur verhältnismäßig geringfügige Geschäfte des täglichen Lebens abschließen, nun aber nahezu jede Rechtshandlung vornehmen“, sagt Schauer. Nur Geschäfte, die den ordentlichen Wirtschaftsbetrieb überschreiten, müssen vom Gericht ausdrücklich genehmigt werden.

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http://diepresse.com/home/recht/rechtwirtschaft/5316881/Vorsorgevollmacht-ist-fuer-Unternehmer-empfehlenswert?

Das neue Gesetz gibt nahen Angehörigen viel mehr Rechte.

Der gravierende Webfehler des SteuersystemsZwei Drittel der Staatsfinanzierung basieren auf der Besteuerung von Arbeit. ...
11/12/2015

Der gravierende Webfehler des Steuersystems

Zwei Drittel der Staatsfinanzierung basieren auf der Besteuerung von Arbeit. Wenn die digitale Revolution an dieser Basis zu nagen beginnt, wird man das ganze System radikal umbauen müssen, um Staatspleiten zu vermeiden.

Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass uns die „Steuerreform“ genannte Teilabgeltung der kalten Progression wegen der höheren Massenkaufkraft einen zusätzlichen Wachstumsimpuls von 0,4 BIP-Prozentpunkten bescheren wird. Das ist eine Annahme, die mit Sicherheit nicht eintreffen wird, weil alle möglichen Gebietskörperschaften bereits dabei sind, die kleine Steuersenkung durch Steuer- und Abgabenerhöhungen wieder zu kompensieren. Das dringend reformbedürftige Steuersystem wird damit noch zersplitterter, unübersichtlicher und natürlich kostspieliger. Bund, Länder und Gemeinden sehen Steuererhöhungen ja immer noch als brauchbare Alternative zu Ausgabenreformen.

Und übersehen dabei, dass nicht nur die Steuerlast am Anschlag steht, sondern das gesamte Steuer- und Abgabensystem nicht mehr zukunftsträchtig ist. Es hat einen entscheidenden Webfehler: Es basiert fast ausschließlich auf der Besteuerung menschlicher Arbeit. Das gesamte Sozialsystem (und mit ihm auch gleich noch das Kammersystem) hängen an lohnabhängigen Abgaben. Und mit der Lohnsteuer (rund ein Drittel des Bundessteueraufkommens) und der Kommunalsteuer (ein wesentlicher Teil der Gemeindefinanzierung) werden zwei weitere wesentliche Steuerposten an den Löhnen bemessen. Insgesamt hängen also deutlich mehr als zwei Drittel der Staatsfinanzierung an lohnabhängigen Steuern und Abgaben.

Ein gutes Konzept für eine Industriegesellschaft mit Werkshallen voller fleißiger Arbeitsameisen. Aber ein schlechtes für das, was jetzt gerade in Gang kommt: Die vierte industrielle Revolution. Alle reden von der Digitalisierung und Automatisierung der Produktion, aber nur wenige von den Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt.

Zum Beispiel über diese: Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim sind knapp 60 Prozent der knapp 31 Millionen deutschen Arbeitsplätze mittelfristig durch die voranschreitende Roboterisierung bedroht. Der Personalchef von VW wurde neulich in der „FAZ“ damit zitiert, dass allein in seinem Unternehmen in Deutschland 50.000 Produktionsjobs komplett wegfallen können. Der Grund: Ein Produktionsroboter koste drei bis sechs Euro je Stunde, ein VW-Arbeiter das Zehnfache.

Das heißt jetzt nicht, dass wirklich 18 Millionen der Arbeitslosigkeit anheimfallen. Es entstehen durch die Digitalisierung ja auch eine Reihe von neuen, hoch qualifzierten Jobs. Aber eben nicht genug. Selbst wenn als Nettoeffekt nur 20 oder 30 Prozent verlorene Jobs übrig bleiben, hat ein zu zwei Dritteln über die Besteuerung von Arbeitskosten finanzierter Staat ein ganz ernstes Finanzierungsproblem. Von den gesellschaftlichen Auswirkungen einer solchen Massenarbeitslosigkeit einmal ganz zu schweigen.

Diese Entwicklung zur Automatisierung (die auch Dienstleistungsunternehmen wie etwa Hotels erfasst) ist nicht aufzuhalten. Im Gegenteil: Wenn wir weiter in der ersten Wirtschaftsliga mitspielen wollen, sollte man sie sogar umfassend fördern. Man sollte aber meinen, dass parallel dazu eine wirklich ernsthafte Diskussion über Themen wie Verteilung der Arbeit und Umbau des Steuersystems weg von der Arbeitsbesteuerung in Gang kommt. Tut sie aber nicht. Offenbar ist das alles zu tabubelastet.

Was man bisher so zu hören bekommt ist auf der einen Seite Jubel darüber, dass man bald Produktionen aus Asien wieder zurückholen könne, weil Roboter ja da wie dort das Gleiche kosten. Um den Rest sollen sich andere kümmern. Und auf der anderen Seite der starke Wunsch, eine simple Maschinensteuer auf eines der teuersten Steuersysteme der Welt einfach draufzupappen – und damit wirklich noch die letzten verbliebenen Produktionsbetriebe zu vertreiben.

Andere sind da schon weiter: Finnland beispielsweise wird es ab dem kommenden Jahr versuchsweise mit einem bedingungslosen Grundeinkommen probieren, die Schweizer werden darüber, wahrscheinlich auch im kommenden Jahr, abstimmen – und es ebenso wahrscheinlich ablehnen. Sie werden damit nicht ganz falsch liegen, denn das Problem ist damit ja nicht gelöst: Auch das BGE muss finanziert werden. Und wenn die Finanzierung wieder traditionell über Arbeitskosten erfolgt und diese Basis wegbricht, dann stehen wir wieder am Anfang.

Reden wird man in erster Linie einmal über die Ausgestaltung der Sozialsysteme müssen. Wenn sieben Prozent der Weltbevölkerung, die 25 Prozent des globalen BIPs erwirtschaften, 50 Prozent der globalen Sozialleistungen konsumieren (und auch bezahlen), dann wird sich das auf Dauer nicht ganz ausgehen. Reden wird man auch über neue Arbeitsmodelle müssen. In stark konsumgetriebenen Wirtschaftssystemen ist es auf Dauer kein nachhaltiges Modell, den größeren Teil der Bevölkerung zu präkarisieren.

Und reden wird man ganz ohne ideologische Scheuklappen über die künftige Finanzierung eines dann notwendigerweise verschlankten Staates müssen. Und da muss man ganz ehrlich sagen: Wenn die Arbeit als Finanzierungsbasis wegbricht, bleiben die Wertschöpfung und der Konsum übrig. Es wird also notgedrungermaßen zu einer Form der wertschöpfungsbezogenen Besteuerung kommen müssen. Und zwar zumindest auf europäischer Ebene. Und es wird höhere Konsumsteuern (diskutiert wird da über die Mehrwertsteuer) geben. An beiden führt kein Weg vorbei, wenn wir halbwegs stabile Gesellschaften erhalten wollen.

Und jetzt sollte man mit der Diskussion beginnen, wie man das ausgestaltet, ohne die Industrie, die ja in globaler Konkurrenz steht, umzubringen oder zu vertreiben. Darüber hört man noch verdammt wenig, obwohl es deutlich wichtiger ist als die heiß diskutierten Ampelpärchen.

(Die Presse)

www.diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/4884899/Der-gravierende-Webfehler-des-Steuersystems

Zwei Drittel der Staatsfinanzierung basieren auf der Besteuerung von Arbeit. Wenn die digitale Revolution an dieser Basis zu nagen beginnt, wird man das ganze System radikal umbauen müssen, um Staatspleiten zu vermeiden.

10/03/2015

12,5 Prozent des Industrievermögens von 340 Milliarden € in Österreich halten Stiftungen. Darunter sind Konzerne, aber auch viele KMU. Ihnen drohen nun höhere Steuern.

04/02/2015

Erste Group, RZB und Bank Austria inklusive ihrerTöchterbanken sind von Neubewertung durch die Ratingagentur S&P betroffen.

16/11/2014

Besteuern wir Einkommen einfach siebenfach!

Die SPÖ hat ihren Offenbarungseid geleistet: Die Steuerreform wird Stiftungen und viele Berufsgruppen teuer zu stehen kommen. Jetzt liegt alles an der »Her mit dem Zaster«-ÖVP. Der größte Feind der ÖVP ist weder die SPÖ noch sind es andere Mitbewerber. Es sind die Meinungsumfragen. Steigen die Werte von Partei und Obmann, erhöht sich das ohnehin sehr ausgeprägte Selbstbewusstsein. Vor allem aber: Die SPÖ wird ernsthaft unleidlich. Zumal Werner Faymann schon so nervös seinem Parteitag entgegenfiebert. Das bewiesen hektische Aktivitäten am Freitagabend. Telefonisch ließ da der Kanzler die Eckpunkte des SPÖ-Steuerkonzepts verbreiten. Seiner „Krone“ verriet er noch eine kleine Sensation: Er stelle der Volkspartei ein echtes Ultimatum! Sollte nicht bis Ende des Jahres ein Konzept vorliegen, dann werde er ... Ja, was eigentlich? Mit Ultimaten begannen schließlich schon Weltkriege. Entweder der Kanzler meinte ein ÖVP-Steuerkonzept, dann ging er an diesem hitzigen Abend auf Nummer sicher. Denn im Dezember wird ohnehin über die Steuerreform verhandelt. Nicht einmal die ÖVP schafft dies ohne ein eigenes Papier. Oder Faymann meinte bereits einen fertigen Kompromiss. Dann ist die Zeit wohl etwas kurz bemessen – es sei denn, er stimmt dem Gegenüber sofort zu. Immerhin ist sogar beim Gewerkschaftsbund fast so etwas wie Vernunft eingekehrt. Die ersten Maßnahmen der Reform müssen nun doch nicht in wenigen Wochen starten. Der Nationalrat sowie der Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof bedanken sich herzlich für die Akzeptanz der Gesetzgebung und des Fristenlaufs! Die Kernpunkte des SPÖ-Modells sind bekannt, einige andere aber neu: Die utopische Summe von einer Milliarde Euro erhoffen sich die Sozialdemokraten aus dem Titel Streichung von Pauschalierungen und Freibeträgen. Nichts spricht gegen eine Vereinfachung und Vereinheitlichung unseres komplizierten Steuersystems. Doch darum geht es hier nicht: Viele Berufsgruppen müssen einfach wieder mehr Steuern zahlen, sollten Unternehmen und Dienstnehmern Vergünstigungen – etwa für Dienstwagen – gestrichen werden. Dies ist natürlich nicht die einzige zusätzliche Steuerbelastung, die als sogenannte Gegenfinanzierung die Lohnsteuersenkungen möglich machen sollen, ohne allzu viel im öffentlichen Bereich sparen zu müssen. Diese angedachten Massenstreichungen haben nebenbei auch einen anderen Effekt: Der bürokratische Aufwand für die Finanzämter wird wieder steigen, die Zettelwirtschaft zunehmen. Denn berufliche Aufwendungen müssen wohl absetzbar bleiben. Das sollte dazugesagt werden, bevor zum großen Feldzug der gut ausgelasteten Steuerbehörde gegen die großen Steuersünder aufgerufen wird, wie dies die SPÖ fordert. Neben der sagenumwobenen Millionärssteuer sollen Stiftungen verstärkt von den Steuerbehörden ins Visier genommen werden. Es war der sozialdemokratische Finanzminister Ferdinand Lacina, der geschickt begann, Stiftungen mit großem Kapital und durchaus relevanten Steuerbeiträgen nach Österreich zu locken. Nun will sie die SPÖ ausgerechnet zum Zeitpunkt eines wieder einsetzenden wirtschaftlichen Abschwungs vertreiben. Das klingt schlicht ein wenig dämlich. ÖVP am Zug. Es liegt nun an der ÖVP. Will die Teil-Wirtschaftspartei mitverantwortlich sein, wenn Österreich Vermögensteuern nach dem Vorbild Frankreichs einführt, während sie in Ländern wie Dänemark, Irland und Schweden in den vergangenen Jahrzehnten abgeschafft wurden? Stimmt die ÖVP tatsächlich zu, dass bereits versteuerte Vermögen im Zuge einer Erbschaftssteuer noch einmal für den dicken Vater Staat verkleinert werden? Soll die überfällige Senkung der Lohnsteuern tatsächlich mit neuen Steuern finanziert werden? Sollen die heurigen Rekordeinnahmen Österreichs in den kommenden Jahren noch weiter steigen? Bisher setzte sich in der ÖVP fast immer die „Her mit dem Zaster“-Fraktion durch und folgte der SPÖ. Sollte das wieder passieren, gab es keinen Höhenflug Reinhold Mitterlehners. Es wäre nur eine schwarze Sternschnuppe.

(Die Presse)

10/05/2014

Die Steuern müssen runter

Die Steuerbelastung hat ein derart unerträgliches Ausmaß angenommen, dass von sozialem Frieden keine Rede mehr sein kann. Es muss ein Mehrjahresplan für Steuersenkungen her. Sofort.

Der deutsche „Spiegel“, nicht unbedingt das Zentralorgan für Kapitalismus, Wirtschaftsliberalismus und Profitmaximierung, hat in seiner jüngsten Ausgabe klar und deutlich dargestellt, was Hunderttausende in Mitteleuropa bemerken, womit sie sich aber nicht einfach abfinden werden: Auch mit guter Ausbildung, Glück bei der Arbeitsplatzsuche und jahrzehntelangem harten Jobleben haben wir de facto keine Chance, Vermögen zu erwirtschaften. Abgesehen von den wenigen Ausnahmen auf jener Managementebene, auf der die Luft sehr dünn ist, und seltenen Unternehmern mit noch selteneren Geschäftsideen, können wir von Glück sprechen, wenn wir den Wohlstand unserer Eltern einigermaßen halten können. Mit eigenen Kindern fällt dies – trotz staatlicher Unterstützung – schon ziemlich schwer.

Daran ist ausnahmsweise nicht Griechenland, nicht eine Leider-nicht-Pleitebank, nicht der Klimawandel oder Wladimir Putin schuld, sondern unsere Regierung beziehungsweise die deutsche, die holländische, die schwedische, die jeweils zuständige. Und natürlich tragen auch die vergangenen Regierungen ihren Anteil an dieser Entwicklung, die seit Jahrzehnten – mit wenigen Reförmchenausnahmen – immer weitergeht: Die Steuerlast steigt und steigt. Werner Faymann hat nämlich völlig recht, wenn er sagt, dass es kein Sparpaket war, das zum Stopfen des traditionellen Budgetlochs verwendet wurde: Es beinhaltete gerade einmal Kürzungen von 500 Millionen Euro. Nur zum Vergleich: Insgesamt nimmt der Staat von seinen Eigentümern, den Bürgern, Jahr für Jahr rund 90 Milliarden Euro ein. Für alle Fälle wurde diese 0,5-prozentige(!) Kürzung mit weiteren 1,1Milliarden Euro an Abgabenerhöhung gegenfinanziert. Noch ein paar Runden kalte Progression, natürlich ohne Abgeltung, und wir sind endlich dreistellig! Österreichs SPÖ-geführte Regierung hat ihr eigentliches heimliches Ziel aber bereits erreicht: Wir haben laut Berechnungen der Denkfabrik Agenda Austria den alten Sozialnetzkonkurrenten Schweden bei der Steuerquote endlich eingeholt. Bruno Kreisky und Europa sind stolz auf uns.

Gerechterweise sind es aber ausgerechnet die Sozialdemokraten (und die einflussreichen sozialdemokratischen Kolonnen in der ÖVP), die für eine rasche Steuerreform kämpfen. Von den Löhnen müsse mehr übrig bleiben, so ihre richtige Formel. Leiser, aber für viele Genossen vielleicht noch wichtiger, murmeln sie dazu ihr Zauberwort: Gegenfinanzierung. Das bedeutet nichts anderes als ein Nullsummenspiel beziehungsweise die Umverteilung von der einen in die andere Tasche: Diejenigen, die es irgendwie geschafft haben, ein Vermögen zu bilden, sollen dann dafür extra Steuern zahlen. Und wenn sie es an ihre Kinder weitergeben wollen, noch einmal. So sinkt aber nicht die Steuerquote, so wird sie nur neu verteilt.

Die ÖVP hingegen mauert und spricht von einer Steuerreform, die wir uns erst leisten müssen: Vorher müsse das Budget in den Griff bekommen werden, dann könnte man die Einnahmen senken. Hallo? Budget im Griff? Leisten können? Nach dieser Logik spricht nichts gegen eine Erhöhung der Steuerquote auf 80 Prozent, immerhin haben wir eine Staatsschuld von insgesamt 241 Milliarden Euro. Bis wir diese nicht abgezahlt haben, können wir uns also gar nichts leisten. Das wäre zumindest ausnahmsweise ehrlich.

Warum wird die Steuersenkung 2015 nicht mit Ausgabenkürzungen finanziert, die den Namen verdienen? Einigermaßen verträglich wären etwa fünf Prozent Einsparungen – zumindest gilt dies in der Betriebswirtschaftslehre als machbarer Einsparungswert für durchschnittliche Unternehmen. Geht nicht, wird man dazu in der ÖVP sagen: Der böse Koalitionspartner mache da nicht mit. Und beim eigenen Restkern wie den Bauern gehe sowieso nichts. Das ÖVP-Geiseldilemma ist aber nicht unser Problem, sondern das von Michael Spindelegger.

An dieser Stelle eine dringende Empfehlung an SPÖ und ÖVP: Um diese fünf Jahre tatsächlich politisch überleben zu können, muss in den nächsten Monaten ein verpflichtender Steuersenkungspfad wie beim Budget her, der die Steuerquote von 2015 bis 2025 in einzelnen Schritten auf 40 Prozent schraubt.

*) Österreichs Steuerquote 2014 nach Berechnung der Agenda Austria

(Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2014, Rainer Nowak)

14/03/2014

Der Chef muss vor allem fair und wertschätzend sein

Zusatzleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten brauchen Mitarbeiter eher weniger, um im Job glücklich zu sein. Dafür kann der Vorgesetzte einiges zunichtemachen.

Was brauchen Mitarbeiter, um glücklich, zufrieden und vor allem engagiert ihrem Job nachzugehen? Diese Frage beantwortet jetzt eine Studie des Personaldienstleisters Office Team. Befragt wurden 200 Fachkräfte. Am wichtigsten ist demnach ein gutes Einkommen (23 Prozent), gefolgt von interessanten Aufgaben (22 Prozent). Ein fairer Chef und eine Work-Life-Balance, die es den Mitarbeitern erlaubt, berufliche und private Bedürfnisse zu vereinbaren, steht für jeweils 16 Prozent der Befragten hoch im Kurs.
Attraktive Zusatzleistungen pushen überraschenderweise weniger. 31 Prozent schätzen sie als unwichtig für die eigene Zufriedenheit ein. Ebenso spielen Entwicklungsmöglichkeiten (22 Prozent) und die Unternehmenskultur (16 Prozent) eher weniger eine Rolle.

Ein Freibrief ist beispielsweise der geringere Stellenwert der Unternehmenskultur für die Chefs aber nicht. 31 Prozent gaben nämlich an, dass ihnen die negative Stimmung im Betrieb aufs Gemüt schlägt. Zudem beklagte sich jeweils mehr als ein Viertel der Befragten über mangelnde Wertschätzung vom Chef und ungenügende Kommunikation. 95 Prozent der Mitarbeiter wünschen sich, dass ihr Chef sich fair verhält und klar kommuniziert. Daneben soll ein Vorgesetzter ein positives Arbeits- und Teamklima fördern (93 Prozent) sowie gute Leistungen mit Anerkennung belohnen (91 Prozent).
Kein offenes Ohr
Inwieweit Wunsch und Realität hier auseinanderliegen, wurde auch abgefragt - mit einem ernüchternden Ergebnis. Demnach bestätigen nur 41 Prozent, dass ihr Chef Interesse zeige. Fairness und Offenheit gegenüber neuen Ideen und Vorschlägen attestierten sogar nur jeweils 35 Prozent der Mitarbeiter ihrem Chef. Fast ein Viertel gab sogar an, ihr Chef unternehme nichts, um Mitarbeiter glücklicher zu machen.
„Wenn Mitarbeiter ihre Arbeit mit Unbehagen verrichten, gibt es offenbar meist einen klar identifizierbaren Verantwortlichen - ihren Vorgesetzten. Das kann niemals im Interesse der Unternehmen sein", sagt Sven Hennige, Managing Director Germany & Central Europe vom Beratungsunternehmen Robert Half. Er rät zu Schulungen: „Führungskompetenz und Soft Skills stehen fachlichem Know-how auf Augenhöhe gegenüber."
Wichtig für das eigene Glücksempfinden sind zudem strukturelle Rahmenbedingungen. 78 Prozent halten eine Flexibilisierung der Arbeitszeit für wichtig; 71 Prozent eine bessere Work-Life-Balance.

http://wirtschaftsblatt.at/home/life/karriere/1574592/Der-Chef-muss-vor-allem-fair-und-wertschaetzend-sein?_vl_backlink=%2Fhome%2Findex.do

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