17/05/2026
🇨🇭🏠 Warum kaufen Schweizer Family Offices – und nicht Pensionskassen – gerade deutsche Distress-Immobilien?
Die kurze Antwort: Struktur.
Institutionelle Investoren (z. B. Pensionskassen) haben enge Leitplanken:
Allokationsquoten, Liquiditätsvorgaben, Reporting, Gremienprozesse. Sie kaufen typischerweise Core, Toplagen, lange Mietverträge, saubere ESG-Prozesse.
Ein Distress-Asset unter Zeitdruck – mit Bankverhandlungen, Altverträgen, rechtlichen Themen – passt selten in diese Maschinerie.
Family Offices sind dagegen flexibler:
Der Kingston Family Office Report (Okt. 2025) zeigt: Im Schnitt liegen 56,5% des Nettovermögens im DACH-Raum in Immobilien, nur 19% laufen über Fonds/indirekte Strukturen. Und viele Familien planen, die Quote weiter auszubauen.
📌 Was Family Offices anders macht:
Fokus auf Vermögenserhalt, Lage, Qualität, Nutzungsverständnis – nicht „maximale Rendite um jeden Preis“
Schnelle Entscheidungen ohne lange Gremienketten
Häufig direkt (off-market), oft mit hoher Eigenkapitalquote
Typische Einstiegsgrößen: ab ca. 8 Mio. CHF Eigenkapital pro Deal – in Club Deals auch deutlich mehr
Und genau das trifft den deutschen Marktpunkt:
Viele Objekte im Mittelstandssegment und im Core+ liegen in einer Größenordnung, die Schweizer Single Family Offices problemlos stemmen können – teilweise sogar ohne Bank.
Ein 40-Mio.-€-Deal ist für ein größeres Schweizer Family Office oft keine Finanzierungsfrage, sondern Routine.
💬 Frage an Sie: Sehen Sie Family Offices als „neuen Standardkäufer“ im Core+/Distress-Segment – oder ist das nur eine Phase?
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