08/10/2026
Liebe Kollegen und Angestellte,
Die Bundesregierung plant seit Anfang des Jahres eine Rentenreform, aber was genau soll passieren?
Man will das Renteneintrittsalter schrittweise anheben ab dem Jahr 2032. Wie genau soll das gehen? Ab dem Jahr 2032 sollen die Menschen jeweils einen Monat später in Rente gehen könne dies soll sich dann aufsummieren bis zum 70igsten Lebensjahr. Das Ganze hat nur einen Haken für die Maler und die Malerkasse schreibt dazu folgendes auf Ihrer Seite ich zitiere: Nur 10 % der gewerblichen Arbeitnehmer arbeiten mit 60 Jahren als Maler (nur 20 % noch mit 55 Jahren). Das bedeutet Arbeitslosigkeit oder vorgezogene Altersrente.
Wir Arbeitgeber finanzieren für unsere Angestellten eine betriebliche Altersvorsorge. Die Malerkasse erklärt zwar,, Die Malerkasse bietet für die Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk eine umfangreiche Branchenlösung: Rein arbeitgeberfinanziert wird mit der zvk-Beihilfe und der ZVK-Zukunft-Rente für die gewerblichen Arbeitnehmer und kfm. Angestellten eine Grundversorgung bereitgestellt.“ Aber das ist ja so nicht richtig, denn das tun die Arbeitgeber, wir bezahlen die Beiträge, wir berechnen die Beiträge von den jeweiligen Löhnen der Mitarbeiter und wir führen diese für jeden Mittarbeiter individuell errechneten Beiträge ab. Da man jedoch nur Anspruch auf die Malerrente erheben kann, wenn man auch Regelaltersrente bezieht, verlängert sich auch diese Zeit auf das 70igste Lebensjahr. Es gibt ca. 120000 Beschäftigte in unserer Brache nur 10% davon (lt. Malerkasse) arbeiten mit 60 Jahren noch als Maler das wären 12000, was glaubt Ihr ist dann mit den 70ig Jährigen?
Und was passiert mit den eingezahlten Beiträgen von 100000 Malern, wer Anspruch hätte und nicht als Maler arbeitet, bekommt nichts, wer Anspruch hätte und verstirbt? Richtig die Hinterbliebenen bekommen nichts.
Ich sehe das wie folgt: die Rente mit 70 ist eine Enteignung durch die Hintertür und ein Betrug an denen die die Beiträge bezahlen und denjenigen für die diese Beiträge entrichtet werden (die Sie natürlich auch erarbeiten müssen). Die Malerrente ist keine Attraktive Rente wie behauptet wird, die ca. 75 Euro derzeit sind zu versteuern, ein Zinssatz von 0,9% ist in Anbetracht der Inflation ein Schlag ins Gesicht und vernichtet eher die Beiträge.
Was kann jeder einzelne Arbeitgeber tun? Wir der AMLD sind uns seit langem der Tragweite Bewusst mit der man uns Gelder aus der Tasche zieht. Wir können nur gemeinsam gegen dieses System vorgehen, stärkt durch eine Mitgliedschaft die Reihen des AMLD damit man uns zu Tarifverhandlungen einladen muss, klärt eure Mitarbeiter darüber auf was mit den Geldern passiert, wenn sie dem Handwerk den Rücken kehren. Nur gemeinsam haben wir die Macht etwas zu verändern.
Mit farbigen Grüßen
Ingo Winkelmann
Malermeister
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