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Erbanspruch des festen Lebenspartners, wenn die Beziehung parallel zur Ehe aufrechterhalten wurdeNeueste Rechtsprechung ...
10/03/2021

Erbanspruch des festen Lebenspartners, wenn die Beziehung parallel zur Ehe aufrechterhalten wurde

Neueste Rechtsprechung deutet genau in diese Richtung.

Erbanspruch des festen Lebenspartners

Grundsätzlich hat der feste Lebenspartner einen Erbanspruch. Aber der Normalfall ist eben, dass in diesem Fall der verstorbenen Lebenspartner nicht verheiratet war.

Der Partner aus einer festen Lebensgemeinschaft hat zusammen mit den Kindern des Erblassers einen Erbanschpruch in Bezug auf das während der Beziehung erworbenen Vermögen.

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Anerkennung der parallel zur Ehe geführten Lebensgemeinschaft

Eine Interessante Entscheidung des TJRS kennt die parallel zu Ehe aufrechterhaltenen feste Lebensgemeinschaft rechtlich an.

TJRS erkennt in einer Entscheidung im November 2020 eine „stabile Lebensgemeinschaft parallel zur Ehe“ an.

Der Gerichtshof von Rio Grande do Sul (TJRS) kam einer Berufung teilweise nach und erkannte eine stabile Gewerkschaft an, die mit der Ehe einherging. Die Entscheidung der 8. Zivilkammer räumt auch die Aufteilung von Vermögenswerten ein, die letztendlich während der außerehelichen Beziehung erworben wurden und in einem anderen Rechtsstreit beantragt wurden

Die Berufung an das TJRS wurde von einer Frau gestellt, die seit mehr als 14 Jahren mit ihrem Partner in Beziehung stand, während er legal verheiratet blieb - und bis zu seinem Tod im Jahr 2011. Sie sagte, dass die beiden in einigen Städten in Rio zusammen lebten Grande do Sul und Paraná.

Die Anerkennung des festen Lebenspartners parallel zur Ehe ist ungewöhnlich. Das Brasilianische Bürgerliche Gesetzbuch beispielsweise lässt diese nur zu, wenn der noch verheiratetete Lebenspartner de facto oder gerichtlich getrennt ist.

In der vorliegenenden Entscheidung hat der Richter seine Entscheidung allerdings damit begründet, dass die Frau wusste, dass der Ehemann diese Beziehung außerhalb der Ehe hatte. Diese Besonderheit machte einen Unterschied in der Entscheidung.

Nach Ansicht von Richter José Antônio Daltoé Cezar kann eine Feste Beziehung angenommen werden, sobald die außereheliche Beziehung „dauerhaft, öffentlich und mit der Absicht eine Familie zu bilden“ konstituiert ist.

Zuneigung

Der Richter sagte auch, dass „Rechtsformalismus“ eine seit Jahren konsolidierte Situation nicht überwiegen kann und dass der im Fammilienrecht ausschlaggebende Punkt eben die gezeigte Zuneigung sei.

"Wenn der Gesetzgeber bei der Anerkennung der Gleichzeitigkeit von Familien träge ist, ist es Sache des Richtertums, diese Lücke zu schließen, die Besonderheiten des Einzelfalls zu analysieren und Rechte anzuerkennen", sagte er im Urteil.

Der Richter war weiterhin der Ansicht, dass sich das Konzept der Familie im Wandel befindet, eine "historische Evolution", die mit sozialen Fortschritten verbunden ist und die Überarbeitung des Grundsatzes der Monogamie und der festgelegten Loyalitätspflicht ermöglicht. „Abgesehen von moralischen Urteilen ist es sicher, dass Fälle wie diese in der Gegenwart häufiger vorkommen als wir denken und es verdienen, Gegenstand des Rechtsschutzes zu sein, nicht zuletzt, weil Vorurteile ihr Auftreten nicht verhindern, geschweige denn die Verhängung der‚ Bestrafung 'von Marginalisierung es tun werden.

Das aussergerichtliche ErbverfahrenWann kann man das Erbverfahren aussergerichtich abwickeln?Wie funktioniert das ausser...
26/01/2021

Das aussergerichtliche Erbverfahren

Wann kann man das Erbverfahren aussergerichtich abwickeln?
Wie funktioniert das aussergerichtliche Verfahren?
Und welche Vorteile hat dieses.

Warum ein aussergerichtliches Verfahren?
Weil es eben viel schneller geht.

Der Hauptgund für ein aussergerichtliches Erbverfahren ist der Zeitfaktor.
Ein gerichtliches Verfahren dauert in der Regel mindestens ein Jahr und kann sich im Einzelfall auch über viele Jahre hinziehen. Das aussergerichtliche Verfahren kann in der Regel in wenigen Wochen oder Monaten durchgezogen werden.

Wann ist ein aussergerichtiches Erbverfahren möglich?

Folgende Voraussetzungen müssen gleichzeitig erfült sein:
- Es besteht keine Testament
- Alle Erben sind volljährig und mündig
- Es besteht eine Einigung unter den Erben, wie dieses aufgeteilt werden soll.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist ein aussergerichtliches Verfahren zulässig und in der Regel auch sinnvoll.

Schon wenn die ersten beiden Voraussetzungen vorliegen, sollten Sie mit den anderen Erben Kontakt aufnehmen, um die Möglichkeit einer Einigung auszuloten. Auch kann Ihnen Ihr Anwalt bei diesem Vorhaben Hilfe stellen.

Das ausergerichtliche Verfahren in 7 Schritten:

1 – Beauftragung eines Anwalts

Auch wenn das aussergerichtlich nicht vom Richter sondern vom Notar authentifiziert wird, wird vom Gesetz zwingend ein Anwalt vorgeschrieben.
Es ist sinnvoll diesen relativ schnell zu beauftragen, weil Ihnen der Anwalt bei der Besorgung der notwendigen Unterlagen behilflich sein wird, oder diese teilweise auch selber einholen wird und sie vor den jeweiligen Behörden vertreten wird.

2 – Bennenung des Inventariants

Die Familie muss nun den Inventariant bennen, der bis zur Erbteilung das Vermögen des Erblassers verwaltet. Er ist beispielsweise dafür verantwortlich, das gesamte Verfahren zu leiten und etwaige Schulden zu bezahlen. Meist wird diese Funktion von der Ehefrau oder einem der Kinder ausgeführt.
Beachte: Es können aber auch Dritte benannt werden, speziell, wenn sich die Erben alle im Ausland befinden.
3.Auflistung von Vermögen und Schulden des Erblasses.
Alle Vermögenspositionen und Schulden müssen erhoben werden.

Vermögenspositionen sind etwa Bankkonten, Aktien, Immobilien, Kraftfahrzeuge, Juwelen, etc.

Auch müssen alle Schulden bis die Grenze der Erbschaft hin dem Nachlass beglichen werden.

Speziell über Negativbescheinigungen wird sichergestellt, dass keine offenen Forderungen von Seiten der öffentlichen Hand bestehen Auch Schulden bei privaten Gläubigern sind einzuziehen. Wenn sie nicht schon jetzt deklariert werden, können sie auch noch später auftauchen In diesem Falle kann dann der Gläubiger die Erben anteilig zur Kasse bitten.
4 - Vorlegen der notwendigen Unterlagen
Unter anderem müssen folgende Unterlagen den Behörden vorgelegt werden:
Erblasser:
Ausweis, Sterbekunde, Heiratsukrunde, Nachweis der Adresse und eine Reihe von Negativbescheinigungen müssen für den Erblasser vorgelgt werden.
Lebensparner
Ausweis, Heiratsurkunde oder jeweiligen Unterlagen die eine feste Beziehung nachweisen
Erben
Ausweispapiere, Geburtsurkunde unter Umständen Heratsurkunde
Vermögen
Darüber hinaus muss das Vermögen des Erblassers (Immobilien, KFZ oder Bankkonten) ausreichend dokumentiert werden

Aber keine Sorge: Ihr Rechtsanwalt wird für Sie genau verifizieren, welche Unterlagen vorgelegt werden.

5. Einholen der Erbschaftssteuer

Zu diesem Zeitpunkt muss die Aufteilung des Vermögens bereits mit der Familie vereinbart worden sein, , die Unterlagen zum Vermögen des Erblassers und alle negative Bescheinigungen müssen vorgelegt worden sein und Informationen über die Erben und die Aufteilung müssen vorliegen.

Die Steuer wird auf den Wert des Erbvermögens bezogen. Für diesen Zweck wird dann jeweils der Markwert der einzelnen Vermögenspositionen ermittelt, etw der Marktwert der hinterlassenen Immobilie, der Marktwert des hinterlassenen PKW, etc.

Mit den vorliegenden Unterlagen kann der Anwalt die Erbschaftssteuererklärung einreichen.
Die Erbschaftssteuer ist eine Landessteuer, und der Steuersatz hängt vom jewei9ligen Bundesland ab, liegt aber zwischen 4 und 8 % des Wertes des Nachlasses (in São Paulo liegt der Steuersatz bei 4 %).

Die Zahlung der Erbschaftssteuer ist Voraussetzung dafür, dass das Erbe notariell aufgeteilt werden kann.

Für jeden Erben wird eine separate und anteilige Erbschaftsteuer ausgestellt.

6 - Erstellen des Entwurfes zur Erbaufteilung

Nach der Zahlung der Steuern und mit allen weiteren Unterlagen in der Hand, kann der Anwalt den Entwurf der Erbaufteilung aufsetzen. Dieser Entwurf enthält unter anderem alle Vermögenswerte, Schulden und die Aufteilung unter den Erben.

7. Ausstellen der Öffentlichen Urkunde zur Erbaufteilung beim Notariat

Sobald der Entwurf fertig ist, wird der Anwalt den Antrag auf das aussergerichtliche Inventar beim gewählten Notar einreichen.

Der Notar prüft alle Unterlagen und die Zahlung der Steuer. Wenn er allem zustimmt erstellt er die öffentliche Inventururkunde und legt einen Tag fest, an dem alle Erben die Unterlagen unterschreiben werden.

Merke: Der Anwalt muss jetzt noch einmal für Sie verifizieren, ob auch all Ihre Rechte ordnungsgemäss in der öfentlichen Urkunde aufgenommen wurden.

Mit der vorliegenden Urkunde können die Parteien die letzten Schritte unternehmen, só etwa die Registrierung der Immobilien beim Grundbuchamt, die Registrierung des PKW beim KFZ Zulassungsstelle, etc

Merke: Die Öffentliche Urkunde der notariellen Erbaufteilung wird es Ihnen dann auch ermöglichen die Geldwerte aus dem Erbe über die Zentralbank in Ihr Heimatland zu transferieren (falls Sie als Erbe ausserhalb von Brasilien leben). Auch hier sollte Sie Ihr Anwalt unterstützen.

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